Der Mensch, der Fisch und das Meer - Nov 2010 – Feb. 2011

In einem erstes Teilprojekt hat SeaArt e.V. die zwei panamaischen Studentinnen Ines und Anaisha dabei unterstützt ihr eigenes Forschungsprojekt zum Thema "Überfischung der Korallenriffe" durchzuführen. Ziel war es die Überfischung zu thematisieren und die Auswirkungen zerstörerischer Fischereimethoden (Bomben und Zyanidfischerei) publik zu machen, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Gefahren einer solchen Methode für Mensch und Natur aufzuzeigen. Außerdem wird mit der Arbeit vor Ort den Fischern geholfen, alternative Einkommensquellen zu finden und den Sinn in einer nachhaltigen Fischerei für Mensch und Natur zu verstehen.

Am Ende stand ein öffentlicher Vortrag für die Anwohner im Gemeindehaus (Palacio Municipal) in Cólon zum Thema: "Menschlichen Einflüsse auf Korallenriffe". (27.Januar 2011; "Anthropogenic impacts on coral reefs in Bocas del Toro")

Außerdem wirkten sie an einem Zeitungsartikel in der der lokalen Zeitung "Bocas Breeze" zum gleichen Thema mit (Aprilausgabe 2011: http://www.thebocasbreeze.com/previous-issues/april-abril-2011-volume-8.shtml). Die Studentinnen haben außerdem eine Tauchausbildung erhalten, die Ihnen ermöglicht ein regelmäßige Zustandserfassung der Korallenriffe durchzuführen und zu erfassen, in welchem Ausmaß sich die Korallenriffe vor Ort verändern und zerstört werden.

"Die Fische mussten sich fragen wie es möglich war zu fliegen, denn hin und wieder tauchten geheimnisvolle Kreaturen in ihre Welt ein und verschwanden genauso schnell wie sie gekommen waren."

aus "Brida", Paulo Coelho

Kräuterhexen und andere Schätze der tropischen Über- und Unterwasser-Welt - Juni 2011 – September 2011

Unser aktuelles Projekt befasst sich mit den medizinisches Schätzen des Regenwaldes und des Meeres. Zusammen mit den Frauen der indigenen Bevölkerung Ngobe und panamaischen Jugendlichen werden Kräuter des Regenwaldes gesammelt und ihre Wirkungsweise in einer Sammlung beschrieben. Das Smithsonian Research Institut stellt einen Teil seiner Forschungsstation zur Verfügung, um einen Kräutergarten für Heilpflanzen anzulegen. Das Projekt wird von Exkursionen in den Regenwald begleitet. Außerdem werden Exkursionen mit einem Glass-Bottom-Boot durchgeführt, um auch einen Blick unter Wasser werfen zu können. Algen, Schwämme und andere Meeresorganismen werden gesammelt, gezeichnet, getrocknet und ausgestellt und deren heilende Wirkung beschrieben. Außerdem werden wir mit den Jugendlichen Badeschwämme herstellen – um eine gute alternative Nutzung ihres Korallenökosystems aufzuzeigen. Die Exkursion in die Mangrovenwälder wird ihnen nicht nur zeigen wie stark alle Ökosysteme miteinander vernetzt sind, sondern auch welche heilende Wirkung der Mangrovenschlick in der Thallasso-Therapie haben kann (therapeutische Behandlung mit Meerwasser, Meeresluft, Sonne, Algen, Schlick).

Am Ende wird eine Projektpräsentation für die Familienmitglieder und die lokale Bevölkerung stattfinden.

Projektbericht bei Smithsonian auf Facebook
Zeitungsartikel in der der lokalen Zeitung "Bocas Breeze" zu unserer Projektwoche (Oktoberausgabe 2011)
The economic and medical use of the marine and terrestrial ecosystems in Bocas del Toro, Panama

"Kann man mit einem Fernrohr bis auf den Grund des Meeres sehen?
Nein, mit dem Fernrohr schaut man nur in die Weite, nicht in die Tiefe. [..]
Steigen die Tiere und Pflanzen des Meeres manchmal an die Oberfläche?
Nur die Fische und die Walfische, die eigentlich keine Fische sind.
Beschreibe mir, wie das Meer aussieht.
Es ist voller Wasser.
Und es ist so weit, wie ein großes Land, eine weite Ebene zum Beispiel, auf der kein Haus steht?
Soweit ist es – und noch weiter!"


aus "Der Leviathan", Joseph Roth